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Beliebter dank dem Halo Effekt

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Schöner dank dem Halo Effekt

Kunden begeistern mit dem "Halo Effekt"

Wir Menschen wünschen uns gerade bei Schulnoten, Leistungsbeurteilungen und in Gerichtsverfahren vor allem eines: Objektivität. Doch wir können unserem Gehirn nicht trauen. Der Mensch neigt zu Pauschalisierungen, Wirklichkeitsverzerrungen und zu voreiligen Urteilen. Der Mensch ist von Natur aus nicht Objektiv. Warum der Halo-Effekt daran schuld ist, und wie du diesen für dich verwenden kannst, um beliebter zu werden, erfährst du in diesem Artikel.

Der „Halo“-Effekt hat erstmal nichts mit dem Videospielklassiker von Microsoft zu tun, sondern bedeutet aus dem Englischen übersetzt: „Heiligenschein-Effekt“. Weitere gängige Termini sind: „Lichthof Effekt“ oder einfach nur „Hof Effekt“. Schon die Bezeichnung gibt einen ersten Hinweis darauf, was hinter dem Phänomen stecken könnte.

WIR BERATEN SIE GERNE!

Der "Halo Effekt" verzerrt die Wirklichkeit!

Beim Halo-Effekt handelt es sich um eine sogenannte Wirklichkeitsverzerrung. Das Gehirn nimmt eine dominante positive Eigenschaft eines Menschen wahr und adaptiert diese auf alle weiteren Eigenschaften. Einfach formuliert: Der „Heiligenschein“ überstrahlt alle Defizite einer Person und sorgt für einen besseren, aber möglicherweise unwahren, Gesamteindruck einer Person.

Der „Halo Effekt“ gehört zu einem der mit Abstand häufigsten, aber auch mächtigsten Streiche, die uns von der Psyche gespielt werden. Doch der „Halo Effekt“ ist gefährlich, denn alle weiteren Eigenschaften eines Menschen treten hinter dem „Heiligenschein“ in den Hintergrund. Selbst wenn diese relevanter, ausgeprägter und auch negativer sind. Wer dem „Halo Effekt“ zum Opfer fällt, redet sich die Tatsachen schöner als sie sind. Man betrachtet gewisse Aspekte durch die sprichwörtliche rosarote Brille. Gerade im professionellen Umfeld kann dies zu erheblichen Komplikationen führen, wie bspw. falsche Leistungsbeurteilungen oder unberechtigte Beförderungen. Diese Entscheidungen sind nicht aus rationalen Gründen nachvollziehbar und sinnvoll, können aber für Missstimmung im Unternehmen sorgen.

Der „Halo-Effekt“ hat jedoch nicht nur negative Seiten. Er bewahrt uns durchaus davor Menschen vorschnell zu verurteilen, sodass wir eher dazu geneigt sind einer Person zuzuhören oder zu glauben. Dies vereinfacht zudem unseren Alltag, da wir nicht bei jeder Begegnung ewig überlegen müssen, ob dieser Mensch jetzt positiv oder negativ für uns ist. Durch den „Halo-Effekt“ entscheiden wir sehr schnell, ob eine Person für uns vertrauenswürdig ist oder nicht und das beschleunigt den Alltag.
Dieser Effekt kann allerdings auch in die andere Richtung gehen: Wir verurteilen Menschen bevor wir sie kennenlernen oder ihnen eine Chance geben sich zu präsentieren. Oft entscheiden wir nach Äußerlichkeiten und leider auch meist zu Ungunsten der begutachteten Person.

Ausflug in die Geschichte: Forschung zum „Halo Effekt“

Der „Halo Effekt“ wurde erstmals im Jahr 1907 durch den Forscher Frederic L. Wells beobachtet. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts prägte auch der bekannte Psychologe Edward Lee Thorndike den „Heiligenschein Effekt“. Im Zuge des ersten Weltkrieges untersuchte er im Rahmen seiner Forschung zur Wirklichkeitsverzerrung die Bewertungen von Soldaten durch ihre Offiziere. Die Offiziere sollten eine individuelle und objektive Bewertung zu folgenden Kriterien abgeben:

  • Charakter
  • Intelligenz
  • Führungsqualitäten
  • Kondition
  • Physische Leistungsfähigkeit
  • Zielgenaues Schießen
  • Musikalität
  • Etc.

Nicht jede Eigenschaft stand in einem direkten Zusammenhang mit der eigentlichen Arbeit des Soldaten. Beispielweise die Musikalität ist rein objektiv betrachtet völlig irrelevant. Dies war natürlich beabsichtigt. Tatsächlich machte Thorndike dabei eine interessante Entdeckung: Die meisten Offiziere bewerteten ihre Soldaten entweder in allen Punkten sehr gut oder durchweg eher unterdurchschnittlich. Einfach ausgedrückt: Einem attraktiven Soldaten trauten die Offiziere mehr Führungskompetenz, eine höhere Musikalität und zielgenaueres Schießen zu, als einem weniger attraktiven. Dabei haben diese Eigenschafften miteinander nichts zu tun. Thorndike kam zu folgender Schlussfolgerung: Wenn ein positives Persönlichkeitsmerkmal wie Attraktivität oder Humor besonders hervorsticht, überstrahlt es alle anderen Stärken sowie Schwächen und führt zu einer Wirklichkeitsverzerrung. Objektivität ist damit nicht mehr möglich. Wichtig hierbei ist aber zu wissen: Der „Halo Effekt“ geschieht im Unterbewusstsein.

Warum ist der „Halo Effekt“ gefährlich?

Im Grunde klingt der „Halo Effekt“ relativ harmlos. Für attraktive Menschen entwickelt sich dieser Effekt sogar zu einem Vorteil. Dennoch: Im Berufsleben bringt der „Heiligenschein“ vor allem negative Konsequenzen mit sich:

  • Missverständnisse oder Konflikte durch vorschnelle Meinungsbildung
  • Förderung von Vorurteilen
  • Unfaire Leistungsbeurteilung
  • Falschbesetzung von vakanten Stellen
  • Höhere Mitarbeiterunzufriedenheit

 

Der „Halo Effekt“ ist vor allem bei Kindern stark ausgeprägt und nimmt mit zunehmendem Alter und Erfahrung (privat und beruflich) langsam wieder ab. Kinder entscheiden instinktiv, ob Menschen „nett“ oder „böse“ sind. Dabei zeigt sich: Viele Kinder haben Angst vor großen Männern mit tiefer Stimme oder einer Frau mit langen schwarzen Haaren. Eine hohe Stimme, blondes Haar und strahlendes Lächeln scheint bei Kindern besonders beliebt zu sein. 

Das Gehirn ist schuld am „Halo Effekt“

Lass uns das komplexe Thema reduzieren und einen Sündenbock ausmachen. In diesem Fall: Das menschliche Gehirn. Doch warum ist das so? Das höchste Ziel des Gehirns ist die Reduktion aller bewusst und unbewusst aufgenommen Informationen in Ihrer Komplexität. Das Gehirn ist Sekunde für Sekunde einer Informationsflut ausgesetzt. Es muss die Komplexität reduzieren, da es ansonsten zu einem Blackout kommt.

Um das zu verhindern, hat sich das Gehirn eine super einfache und simple Lösung ausgedacht: Die Komplexität sozialer Interaktionen wird durch Schubladendenken reduziert. Wer Menschen nach Kategorien einteilt und wenige Merkmale nutzt, um auf den gesamten Charakter zu schließen, muss nicht mehr jeden Menschen in Ihrer individuellen Komplexität erfassen. Das macht einem das Leben einfacher, geordneter und weniger anstrengend. Auch wenn diese Stereotypen nicht erwünscht sind: Diese Prozesse passieren vollautomatisch und unterbewusst. Dabei ist der „Halo-Effekt“ nur ein Mechanismus von vielen, um die Komplexität zu reduzieren und das Leben erst möglich zu machen.

„Halo Effekt“ im Marketing nutzen

Auch im Marketing tritt dieser Effekt bei der Bewertung und Beurteilung von Produkten und Dienstleistungen durch potentielle Käufer und Kunden auf. Die Bewertung des Produktes, bzw. bestimmter Eigenschaften des Produktes, erfolgt nicht durch eine rein objektive Betrachtung aller Daten, sondern durch die allgemeinen Einstellungen zum Produkt. Besonders deutlich wird dieser Effekt bei der Betrachtung von Markenartikeln. Die meisten Menschen gehen davon aus, dass gute Markenartikel auch eine gute Qualität besitzen oder ein hoher Preis mit einer hohen Produktqualität einhergeht. Manchmal stimmt das, aber oft wird auch zu viel bezahlt.

Da die Beurteilung einzelner Eigenschaften von einem bereits gebildeten Qualitätsurteil abhängt, müssen die positiven Eigenschaften hervorstechen, glaubwürdig sein und zudem überzeugen. Statt zig gleichwertige Produktmerkmale hervorzuheben, sollte dein USP, dein Alleinstellungsmerkmal, klar herausgestellt werden. Auch hier gilt: Weniger ist mehr.

Dabei gibt es Unterschiede zwischen Frauen und Männern. Jedes Geschlecht braucht andere Informationen und Designs, um sich ein gutes Bild von einem Produkt oder einer Dienstleistung zu machen. Wir haben darüber einen eigenen, detaillierten Beitrag verfasst, der Ihnen außerdem Chancen und Möglichkeiten aufzeigt, wie Sie Ihre Webseite diesbezüglich optimieren können. Der Magazinbeitrag Gender Commerce ist die optimale Ergänzung zur Thematik des „Halo-Effekts“.

Der erste Eindruck einer Internetseite entscheidet!

Vom „Halo Effekt“ sind nicht nur Beurteilungen von Menschen und Produkten betroffen. Insbesondere visuelle Aspekte fördern oder stören den Heiligenschein massiv. Umso attraktiver das Design, desto mehr Menschen gehen davon aus, dass das Produkt von hoher Qualität ist. Einfach ausgedrückt: "Sieht ein Produkt gut aus, muss es auch gut sein!" Sieht aber ein Online-Shop nicht gut aus oder die Internetseite wirkt nicht ansprechend, so werden diese Rückschlüsse automatisch auf die ganze Firma und das Produkt gezogen. Neben einem visuell ansprechenden Design, einer Technik die sauber und stabil funktioniert und einer guten Usability, spielt auch das Vertrauen eine maßgebliche Rolle. Dieses wird sehr schnell zum Beispiel durch Rechtschreibfehler unterhöhlt.

Wir hoffen Ihnen hat dieser kleine Einblick in die Funktionsweise des menschlichen Gehirns geholfen. Eventuell wenden Sie den einen oder anderen Kniff an, um Ihren Internetauftritt noch besser zu machen. Natürlich stehen wir Ihnen gerne beratend zur Seite und diskutieren diverse Möglichkeiten mit Ihnen, wie Sie noch erfolgreicher in den Weiten des Internets agieren können.

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