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Content flexibel verwalten

Plattformübergreifender und wiederverwendbarer Content

Reibungsloses ausspielen auf verschiedenen Kanälen

Mehr Flexibilität durch Headless CMS

Die Anforderungen an ein reguläres Content Management System (CMS) haben sich gewandelt. Internetseiten gestalten sich immer dynamischer und wirken immer mehr wie Applikationen. Hinzu kommt, dass die Internetseite mittlerweile nur noch ein Medium von vielen ist, welches stets mit Content versorgt werden will. Ein Headless CMS soll hier die Grundlage für moderne Anwendungen bilden. Im folgenden Magazinartikel erfahren Sie was ein Headless CMS ist, für wen es sich eignet und welche Vorteile es mit sich bringt.

Headless: Was ist das?

In üblichen Content Management Systemen erfolgt die Ausgabe über einen angelegten View, dieser gibt dann die gespeicherten Daten mit vordefinierten Funktionen wieder aus. Die Internetseite ist somit fertig und die Anforderungen daran erfüllt.

Heutzutage haben sich neue Bedürfnisse an solche Systeme entwickelt: War bisher die Anforderung an die Internetseite, sich an Smartphone, Tablet oder verschiedene Desktopvarianten anzupassen, ergänzen sich diese nun durch unterschiedliche Applikationen auf diversen Plattformen. Das anzeigen der verschiedenen Inhalte über den angelegten View ist für ein zentrales CMS nicht mehr möglich. Die bloße Bearbeitung von Inhalten im Backend reicht also nicht mehr aus, da eine Vielzahl an unterschiedlichsten Geräten und Strukturen vorhanden sind, die es mit Inhalten zu befüllen gilt. Um diesen gewandelten Anforderungen gerecht zu werden, braucht das CMS passende Schnittstellen, über die dann die Daten auf den unterschiedlichsten Plattformen ausgespielt werden können.

Hier kommt das Headless CMS ins Spiel. Es liefert durch die integrierte API, eine passende Schnittstelle, wodurch sich alle Content Plattformen innerhalb eines Systems verwalten lassen. Das vorherige anzeigen des Contents auf der Seite fällt dabei weg. Man könnte also sagen das ,"Gesicht‘" des Content Management System geht verloren – wodurch die Bezeichnung Headless (gesichtslos bzw. kopflos) entstanden ist.

 

Ein reguläres Content Management System stößt also an seine Grenzen, wenn es gespeicherte Daten nicht mehr nur auf dem eigenen Template Engine mit vordefinierten Funktionen ausspielen kann, sondern auch auf mehreren Servern oder in einem anderen Medium ausspielen soll. Es ist nicht dafür konzipiert, die Daten außerhalb der eigenen Template Engine bereitzustellen.

Ein Headless CMS stattdessen, liefert weder einen vorgefertigten View noch besitzt es eine Template Engine. Es besteht lediglich aus einem Backend, einer Datenbank und einer API (Application programming interface = Anwendungsprogrammierschnittstelle). Letztere ersetzt hier vollständig das Frontend und ermöglicht so den Zugriff auf die gespeicherten Daten in der Datenbank.

Dabei werden neue Inhalte und Daten über eine RESTful-API ausgeliefert und können in den unterschiedlichsten Programmiersprachen abgerufen werden. So lassen sich die Inhalte aus dem CMS serverübergreifend übernehmen und an anderen Stellen wieder einsetzen. Die verschiedenen Endpoints der RESTful-API liefern unterschiedliche Ergebnisse, die sich je nach Bedarf in einem neuen Medium einfügen lassen. Dies ist bei einem herkömmlichen CMS nicht möglich, die Daten können nur über vordefinierte Funktionen entnommen werden und sind dabei an den Server und die vorher definierte Programmiersprache gebunden.

Dadurch ist der Content nicht mehr wiederverwendbar und muss auf umständliche Weise immer wieder neu gepflegt werden. Bei einem Headless CMS spielt es keine Rolle, ob es am Ende mehrere Applikationen, Internetseiten oder andere Medien sind, es lassen sich alle Inhalte in den verschiedenen Medien verwalten. Um mehrere Produkte zu bedienen, reicht es aus, nur noch eine Quelle zu bearbeiten. Dank dynamischer Abfragen der RESTful-API können die benötigten Daten jederzeit abgefragt werden und benötigen keinen weiteren Page-Reload. So lassen sich auch nach dem Aufruf einer Internetseite Daten abfragen und dynamisch in der Seite einbetten. Das ständige aktualisieren mit einem Load-More-Button, der neue Daten nachträglich lädt, fällt somit gänzlich weg.

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Praxisanwendung Headless – Was muss beachtet werden?

Mit einem Headless CMS bieten sich einige Vorteile. Es lassen sich damit flexible, unabhängige und dynamische Applikationen erstellen, deren Inhalte lediglich in nur einer Datenquelle gepflegt werden müssen. Doch auch beim Headless-Ansatz sollten Anwender auf wichtige Aspekte achten. Denn ein radikaler und direkter Umstieg von einem herkömmlichen Content Management System zu einem Headless CMS ist weniger sinnvoll. Das Headless CMS und dessen integrierte RESTful-API, benötigt einen sehr guten Server, der die Daten entsprechend verwalten kann und die dauerhafte Verfügbarkeit der API sicherstellt. Auf die Daten will nicht mehr nur eine Internetseite zugreifen, vielmehr kommen nun auch Anfragen von weiteren Anwendungen und Medien. Diesen Anfragen muss der Server, der hinter dem Hosting des Headless CMS steckt, gerecht werden und diese innerhalb kürzester Zeit bearbeiten können.

Dabei ist es auch wichtig eine Backup-Lösung zu schaffen. Sollte genau dieser Server ausfallen, gefährdet dies alle abhängigen Applikationen. Solche Investitionen sind nicht zu unterschätzen und verlangen eine ausführliche Bedarfsanalyse. Gibt es nur eine Internetseite die betreut werden muss, ist ein Headless CMS zu viel des Guten. Besitzt man jedoch mehrere Ausspielkanäle und verschiedene Frontendformate, sollten folgende Fragen berücksichtig werden: Sind genügend Ressourcen für ein Headless CMS vorhanden? Wie sieht die passende Infrastruktur aus und kann diese bereit gestellt werden?

Progressive Decoupling

Wer sich für den Ansatz von dynamischen Inhalten und deren Bereitstellung entscheidet, hat die Möglichkeit mit einem Progressive Decoupling zu beginnen. Bei dem Progressive Decoupling Ansatz können zunächst nur Teile oder Module eines CMS über eine API ausgeliefert werden, diese versorgen dann die anderen Medien mit Inhalten. Hierfür bieten die meisten Content Management Systeme eine API-Erweiterung, als nachträgliches Plugin zum Installieren.

Diese nachträglich installierte API ermöglicht es die Daten aus der Datenbank abzufragen und in anderen Medien wiederzuverwenden. Dabei liefert das herkömmliche CMS die eigentliche Internetseite weiterhin über das eigene Template-Engine aus. So kann das Grundprinzip des regulären CMS erhalten bleiben, während bereits einzelne Module oder Bereiche außerhalb der Internetseite zur Verwaltung des Contents zugänglich sind. Das Progressive Decoupling ermöglicht also eine stückweise Entkopplung, wodurch sich langsam von der alten Architektur gelöst werden kann.

Erfahren Sie mehr über Headless CMS!

Für wen ist Headless CMS sinnvoll?

Headless CMS beeinflussen die Zukunft des Content Managements nachhaltig. Zum einen gestaltet sich digitaler Content immer komplexer, während die Erwartungen der Nutzer immer weiter steigen. Um sich gezielt von der Konkurrenz abzuheben verlangt es ansprechenden, bedarfsgerechten und interaktiven Content.

Zusätzlich entstehen in kürzester Zeit immer neue Kanäle und Nutzgeräte, die bedient werden wollen. Es genügt nicht mehr, einfach nur guten Content zu erstellen – dieser muss gleichzeitig so effizient wie möglich überall bereitgestellt werden. Marketer und Entwickler können mit Headless CMS wirkungsvollen Content produzieren und diesen nahtlos überall ansprechend bereitstellen. Dies garantiert Ihnen zukunftssichere Content-Prozesse, die sich auszahlen.

 

Headless eignet sich hervorragend für...

...Marketer,

da sie ihren Content nur einmal erstellen müssen und die Entwickler können ihn dann je nach Bedarf überall veröffentlichen. Das bedeutet kein unnötiger Zeitaufwand für die Administration der einzelnen Plattformen.

...Nutzer,

denn das Benutzererlebnis ist schnell, konsistent und bedarfsgerecht. Content-Entwickler müssen sich nicht mehr mit dem Backend-System auseinandersetzten. Sie können sich voll und ganz auf den Entwurf von brillantem Content konzentrieren.

...Entwickler,

sie sind im Backend nicht mehr an eine bestimmte Programmiersprache gebunden in der sie möglicherweise wenig Erfahrung haben. Sie können sie mit Tools entwickeln, die sie kennen und mit denen sie gerne arbeiten. Mithilfe der APIs lässt sich der Content dann überall veröffentlichen unabhängig davon, welche Programmiersprache der Entwickler verwendet hat.

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Unser Fazit

Gegenüber regulären Content Management Systemen bietet ein Headless CMS einige Vorteile. Trotzdem müssen Einsatz und Umstieg sehr gut durchdacht und geplant sein, um ungewollte Ausfälle und Fehlentscheidungen zu vermeiden. Es ist wichtig, den Mehrwert gegenüber einem herkömmlichen CMS zu prüfen. Benutzt man ein Headless CMS lediglich für die Betreibung einer einzigen Internetseite, ist der Arbeitsaufwand sicherlich zu hoch und bietet zu wenig Mehrwert. Wohingegen es bei vielen verschiedenen Strukturen, Plattformen und Ideen eine innovative Lösung ist, die Arbeitsabläufe revolutioniert. Headless Content Management Systeme generieren eine nahtlose Verwaltung von Content über alle möglichen Plattformen, Applikation und Kanäle hinweg.

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