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Neues Jahr, neue Internetseite?

Website Relaunch - so gelingts!

Neues Jahr, neue Internetseite? - Was Sie bei einem Website Relaunch beachten sollten!

Nichts ist so beständig wie die Veränderung. Zugegeben, auf den ersten Blick klingt das wie eine Binsenweisheit aus einem mittelmäßigen Achtsamkeits-Ratgeber. Die Praxis zeigt jedoch: So etwas wie ein abgeschlossenes Produkt gibt es immer seltener. Modifizierungen, Updates, Add-ons, Plugins…vor allem digitale Produkte sind vom steten Wandel geprägt und tragen so dem Anspruch einer Optimierungsgesellschaft in recht organischer Weise Rechnung.

Das heißt jedoch nicht, das eigene Medienkanäle permanent über den Haufen geworfen werden müssen. Im Gegenteil. Vielmehr geht es um Flexibilität, die es ermöglicht, sich individuell zu entwickeln und das eigene Unternehmen bestmöglich auf Kurs zu halten. Unangefochtenes Herzstück, quasi das zentrale Repräsentationsorgan eines Unternehmens im medialen Raum, ist hierbei meist die eigene Internetseite. Gerade bei kleinen und mittelständischen Unternehmen ebenso wie bei Vereinen und Organisationen, so zeigt sich immer wieder, klafft genau hier jedoch eine deutliche Digitalisierungslücke. Viele Internetseiten sind veraltet, schwerfällig oder decken neu entstandene Prozesse nicht adäquat ab. 

Smells like Relaunch - die digitale Visitenkarte war gestern

Ok, vielleicht nicht ganz, denn in einigen Fällen kann es durchaus sinnvoll sein, die eigene Internetseite als digitale Visitenkarte zu verstehen. Insbesondere, wenn zum Beispiel ein deutlicher Social Media Schwerpunkt die eigene Digitalstrategie dominiert oder die Internetseite nicht das primäre Medium für die anvisierte Zielgruppe ist. Folgende Gründe können hier allerdings für einen Relaunch der eigenen Internetseite sprechen:

  • Veränderungen innerhalb des Unternehmens
  • Wunsch nach einer neuen Corporate Identity
  • Schlechte Umsetzungs-Möglichkeit neuer (und alter) Prozesse
  • Mangelhafte Conversion Rate der bisherigen Internetseite
  • Inhaltliche Inkohärenz
  • Mangelhafte Usability und eine problematische User Experience
  • Veraltetes Design
  • Anhäufung inhaltlicher und technischer Altlasten

Ja, ja und ja – erste Schritte zum Website Relaunch

Fündig geworden? Dann sollte man sich am Anfang vor allem eines klar machen: ein Relaunch braucht Zeit. Insbesondere, wenn es sich hierbei nicht nur um einen Teil-Relaunch (z.B. ein Redesign) handelt, sondern die komplette Internetseite erneuert werden soll, gilt es Schnellschüsse zu vermeiden. Unter Umständen wurde in der Vergangenheit bereits so einiges versäumt. Setzt man hier an und wiederholt unreflektiert alte Fehler, verspielt man schnell das ohnehin meist dünne Vertrauen, das Mitarbeiter*innen und Interessensgruppen dank bisheriger Altlasten haben.

Das ist ein Grund, warum es sich meist empfiehlt, einen kompetenten Partner mit an Bord zu holen. Tut man das nicht, so zeigt die Praxis leider immer wieder, dass Diskussionen auf einer emotionalen Ebene geführt werden, bei der es schnell nur darum geht, was gefällt und was nicht. Das artet nicht selten in einen Ego-Kampf aus, bei dem am Ende derjenige gewinnt, der am lautesten schreit. Damit genau das nicht passiert, können jedoch im Vorfeld schon etliche Weichen gestellt werden.

Eingenen Website Relaunch planen?

1. Alle Mann an Bord? Mitarbeiter*innen einbeziehen

Wie gerade erwähnt bringt es nichts, das Argumentations-Schiff ruderlos in den Diskurs zu steuern. Das endet fast immer in Meuterei. Holen Sie Ihre Mitarbeiter*innen lieber von Anfang an ab. Das gelingt, indem Sie zum Beispiel einen Verantwortlichen bestimmen, der die wesentliche Schnittstelle bildet und in einen offenen Austausch mit allen relevanten Beteiligten tritt. Hier können folgende Fragen gestellt werden:

  • Was sind wesentliche Prozesse?
  • Welche Schwierigkeiten bzw. Probleme treten bei der Bewältigung bestehender Prozesse auf? Was sind typische Zeiträuber?
  • Welche Funktionalitäten werden gewünscht?
  • Was davon sind essentielle Must-Haves und was individuelle Nice-to-Haves?

2. Strategie ahoi! Oder: Wissen, wo es hingeht

Keine Route kann vernünftig geplant werden, wenn man das Ziel nicht kennt. Bei einem Website Relaunch sollte daher immer im Vorfeld geklärt werden, welche konkreten Ziele erreicht werden sollen. Hier ist es ratsam, diese nicht nur zu definieren, sondern auch festzuhalten und transparent zu kommunizieren. Mögliche Ziele sind z.B.

  • Sichtbarkeit bei Google verbessern
  • Neues Design
  • Höhere Conversion Rate
  • Technische Verbesserung (Stichwort: Datenschutz)
  • Kundenbindung erhöhen

Ein Bewusstsein für bisherige Probleme und Hindernisse ist dabei ebenso wichtig, wie eine fundierte Kenntnis der eigenen Ziel- und Nutzergruppen. Was letzteres betrifft lässt sich in der Praxis besonders gut mit Personas arbeiten. In der Persona verdichtet sich die jeweilige Zielgruppe zu einer klar umrissenen Person. Kennt man seine Personas, dann ist man der eigenen Zielentwicklung im Bereich Website Relaunch schon ein ganzes Stück weiter.

3. Think Content! Die Frage nach den Inhalten

Anders als bei der Erstellung einer neuen Internetseite von der Pike auf, bewegt man sich bei einem Relaunch meist auf einem kleinen bis mittelschweren Berg von Altlasten. Das bedeutet, dass Content meist bereits vorhanden ist. Diesen gilt es z.B. in Form eines Content Audits zu prüfen, zu priorisieren und gegebenenfalls zu verwerfen. Besonders wichtig ist dabei, dass neben einem vernünftigen Content Mapping auch etwaiger Content-Bedarf geklärt wird, damit hier frühzeitig in die Produktion eingestiegen werden kann. Nicht selten verzögert sich ein Relaunch aufgrund der Tatsache, dass Inhalte noch nicht vorhanden bzw. noch veraltet sind.

Da Content aber ein wesentliches Kriterium für das Gelingen einer Internetseite darstellt, sollte hier nicht unnötig an Zeit oder Mitteln gespart werden. Im Zentrum steht vielmehr die Überlegung, welche Landingpages beispielsweise beibehalten werden sollen, welcher bisherige Content produktiv recycelt werden kann und von welchem Content man sich unter Umständen besser verabschieden sollte. Ein Relaunch ist hier also ein wunderbares Mittel, die Untiefen der eigenen Internetseite einmal ordentlich zu entstauben und zu entrümpeln – und nicht nur unter den Teppich zu kehren.

4. Form follows function: Informationsarchitektur und Design

Wie soll die neue Internetseite aussehen? Wie gestaltet sich der Umbau der URL-Struktur? Was sollte man in puncto User Experience beachten? Was gilt es aus SEO-Sicht zu beachten?

Allesamt wichtige Fragen, die zum Gelingen eines erfolgreichen Website Relaunch beitragen. Schließlich will man nicht nur den alten Zopf mit ein paar Streuseln dekorieren und als neu verkaufen. Wichtig ist dabei auch immer ein Blick über den Tellerrand hinaus. Heißt: Was machen Wettbewerber*innen besser, schlechter oder einfach nur anders? Wer seine Mitstreiter*innen kennt, kann besser einschätzen, was für das eigene Unternehmen funktioniert und was nicht. Darum ist es lohnenswert neben einer fundierten Keyword-Analyse auch die Mitbewerber*innen nicht aus dem Fokus zu lassen. Schließlich möchte man sich im Normalfall ja genau von diesen abheben.

Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, eventuelle Änderungen im Corporate Design beispielsweise in Form eines Design Guides oder gar eines Design Systems festzuhalten. So haben alle Beteiligten eine visuelle Basis, auf deren Grundlage sich Komponenten, Inhalte und benötigtes Material einheitlich erstellen lässt. Das verhindert zusätzlich, dass zu viele Köche im Brei rumrühren und am Ende eher ein Kompromiss als eine einheitlich-professionelle Lösung entsteht.

5. Webentwicklung und technische Umsetzung

Es zeigt sich, dass im Vorfeld einer technischen Umsetzung des Website Relaunch schon eine ganze Menge Zeit investiert wurde, um dem Vorhaben eine entsprechende Basis zu stellen. Wichtig ist dabei der individuelle Projektplan, der einzelne Projektschritte, Projekt(teil)verantwortliche und Deadlines festhält. Denn auch ein Relaunch kann ausufern. Das kostet nicht nur Zeit, sondern oft auch Nerven.

6. Land in Sicht – die Liveschaltung

Der spannendste Moment ist bei einem Website Relaunch natürlich die Live-Schaltung. Monatelang wurde geplant, getüftelt, verworfen, gesammelt und umgesetzt und dann ist er Tag: der Tag X. Hier endet die Reise aber natürlich nicht. Neben unmittelbaren Tätigkeiten, wie dem Prüfen von Erreichbarkeit, Weiterleitungen, Backlinks und Ladegeschwindigkeit, gilt es das neue System und die damit einhergehenden Prozesse auch langfristig zu evaluieren und zu analysieren. Denn, so hart es kling: Nach dem Relaunch ist vor dem Relaunch.

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Fazit

Ein Website Relaunch ist, je nach anvisiertem Ziel, durchaus ein nicht zu unterschätzendes Unterfangen. Wichtig ist hier vor allem die Planung im Vorfeld, um böse Überraschungen am Ende zu vermeiden. Eine kostenlose Beratung kann hier bereits erste Fragen klären und dazu befähigen, selbst erste Schritte in Richtung neuer Internetseite einzuleiten. Obwohl es auf den ersten Blick (und manchmal auch auf den zweiten) nach sehr viel Arbeit aussieht, so lohnt sich ein Relaunch durchaus. Stellt langfristig sogar eine optimale Gelegenheit dar, Prozesse und Materialstrukturen immer wieder auszumisten und flexibel und nachhaltig aufgestellt zu bleiben. Insbesondere vor dem Hintergrund der anfangs postulierten Veränderung, lässt sich diese auch immer als Chance begreifen, langfristig neue Kund*innen zu gewinnen und alte noch besser an das eigene Unternehmen zu binden.

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