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ReCommerce: Kunden mit eigener Recycling-Strategie überraschen

Ressourcenverschwendung ist ein ökologisches Problem, klar. Für viele Unternehmen wird sie aber auch imagetechnisch zum verminten Gelände. Denn der Vorwurf, Retouren und Neuwaren massenhaft einfach zu vernichten, brachte jüngst nicht nur Amazon harsche Kritik ein. Vielmehr sieht sich der gesamte Handel in der Verantwortung, ökologisch zu agieren.

Denn das Bewusstsein für Nachhaltigkeit wächst, vor allem beim Verbraucher. Biologisch, fair, verantwortungsvoll. Das sind Werte, die so manches Unternehmen vor eine Herausforderung stellen. Insbesondere, da oberflächliches Greenwashing meist ins Leere läuft, wenn ein grundlegendes Mindset dahinter fehlt. Was also tun?

ReCommerce - nur ein Trend?

Eine Möglichkeit ist ReCommerce. Klassischerweise geht es bei ReCommerce darum, dass ein Händler oder Hersteller gebrauchte Produkte gegen irgendeine Art von Vergütung (z.B. Geld, Gutschein, Einkaufsrabatt etc.) annimmt und weiterverkauft. ReCommerce also nichts anderes als Gebrauchtwarenhandel im Internet? Nicht ganz. Portale wie Momox, Rebuy, Vinted oder Zalando zeigen deutlich, dass der Secondhand-Markt im Netz längst nicht mehr das verstaubte Flohmarkt-Image von früher hat. Die Branche boomt, was sich auch in den mittlerweile über 50 Ankaufportalen für gebrauchte Artikel zeigt. Allein in Deutschland, wohlgemerkt. Ganz zu schweigen von den daraus wiederum entstehenden Vergleichsportalen. Aber welches Potenzial liegt hier jetzt konkret für Sie als Händler?

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Potentiale von ReCommerce für Unternehmen

"Zweite Chance" bei IKEA

Ein Blick in die Praxis zeigt, wie ReCommerce im Unternehmen schrittweise verankert werden kann. Sie haben ein Möbelstück, das Sie nicht mehr benötigen? Wunderbar, IKEA bietet Ihnen die Möglichkeit, diesem eine "zweite Chance" zu geben. Sofern sich das entsprechende Produkt noch im Originalzustand befindet und keine starken Gebrauchsspuren aufweist, kann dieses nämlich von IKEA zurückgekauft werden. Für diesen Fall erhält der Kunde eine IKEA Guthabenkarte und das Produkt wandert in die hauseigene Fundgrube, um von dort aus einen neuen Besitzer zu finden.

Effizienter Warenkreislauf: Grüne Erde GmbH

Eine etwas andere Herangehensweise zeigt die Grüne Erde GmbH, die mit ihrem Projekt "Think!First" einen neuartigen Online Shop entwickeln will. Das Ziel dieses Shops ist es dabei, Produkte in noch stärkerem Maße ökologisch zu versenden. Unterstützen sollen dabei unter anderem Modifizierungen im Bereich Sammelbestellungen, Retoure-Gründe sowie Größenangaben. Es handelt sich also um ein modulares Online-Bestellsystem samt Schnittstelle zu bestehenden Shopsystemen, das es mit Hilfe der Kombination aus einem Gamification Framework, persuasiven Designprinzipien und maschinellem Lernen KundInnen ermöglichen soll, gezielter und bewusster einzukaufen.

Pre-Owned Fashion: Zalandos Zircle App

Mit „qualitätsgeprüfter pre-owned Fashion“ wirbt hingegen Zalando. Altbackenes Secondhand wird durch die hauseigene Zircle App (ehemals Wardrobe) also zur hippen pre-owned Fashion. Der Ruf der abgegriffenen Ware aus zweiter Hand zum Versprechen einer hochwertigen, vorgeprüften Mode. Vorreiter des ReCommerce war hier übrigens die Telekom und zwar schon 2003, indem sie ihren Kunden die Möglichkeit bot, alte Mobiltelefone zu entsorgen. Will man als Händler hier auf den Zug aufspringen, gilt es jedoch Einiges zu beachten. So bieten sich ReCommerce-Konzepte vor allem im Bereich standardisierter Produktkategorien an, also z.B. im Bereich Bücher, Elektronik, Textilien etc. ReCommerce geht hier nicht selten mit Refurbishing einher, also mit der qualitätsgesicherten Überholung und Aufbesserung von Produkten.

Unternehmen sollten hierbei jedoch Ressourcen für Versand, Logistik, Bereitstellung auf Plattformen sowie die Vermarktung miteinbeziehen. Was hier schnell wie eine Mammutaufgabe klingt, lässt sich aber auch in kleinerer Version Schritt für Schritt für das eigene Unternehmen adaptieren. Wichtig ist es dabei, die eigenen spezifischen Kunden- und Marktstrukturen zu kennen, um so gezielt Stolperfallen zu vermeiden. Die Chance hier, neue Kunden ebenso wie Mitarbeiter (Stichwort: Employer Branding) für sich zu gewinnen rechtfertigen es auf jeden Fall, sich mit den Chancen einer eigenen ReCommerce Strategie bewusst auseinanderzusetzen.

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