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Treffsicheres Gender Marketing

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Gender Marketing für Ihr Unternehmen

Die Zeiten gendern sich – 15 Tipps für treffsicheres Gender Marketing

Gelungenes Gender Marketing erfordert vor allem eines: Fingerspitzengefühl. Aus Angst sich eben diese zu verbrennen, nehmen viele Unternehmen eher Abstand von einer geschlechterspezifischen Markenführung und verbauen sich dadurch Potenziale und Chancen auf neue Kundengruppen. Doch selbst wenn ein entsprechendes Interesse im Unternehmen bereits vorherrscht, stellt sich oft eine Frage: Wie anfangen? Um Ihnen hier den Einstieg zu erleichtern, haben wir für Sie 15 PRinguin-Expertentipps zusammengefasst. Doch zunächst noch einmal kurz zur Materie an sich.

Was ist Gender Marketing?

Unter Gender Marketing versteht man eine ganze Reihe von Marketing-Strategien, die darauf abzielen, die individuellen Bedürfnisse von weiblichen und männlichen Kund*innen anzusprechen. Der englische Begriff "gender" steht dabei für das soziale Geschlecht, im Gegensatz zu "sex", der das biologische Geschlecht umfasst. Gender Marketing basiert hier demnach auf der Wahrnehmung von Unterschieden zwischen den Geschlechtern und der Vorstellung, dass sich das Konsumverhalten von Frauen und Männern deutlich unterscheidet.

Da der Begriff oft eher weiblich konnotiert ist, spricht man auch von "Female Commerce", "SheCommerce" oder auch "Marketing to Women". Auch in der Fachliteratur wird die Zielgruppe Mann oft noch vernachlässigt, jedoch werden insbesondere hier neue Produktwelten erschlossen, die eine neue Ansprache auch an männliche Konsumenten notwendig werden lässt.

So viel zur Definition des Begriffs. Worauf sollten Sie als Unternehmer*in jetzt jedoch konkret achten?

Erfolgreiches Gender Marketing mit der PRinguin Digitalagentur aus Bamberg

Gender Marketing: 15 Tipps für Ihr Unternehmen

1. Kommunikation

Gender Marketing umfasst viel mehr als das bloße Einfärben in „pink“ und „blau“. Vielmehr sollten Potenziale aller Kommunikationsebenen eines Produktes ausgeschöpft werden (z.B. Name, Wortklang, Design, Material etc.)

2. Point of Sale

Auch der Verkaufsort eines Produktes kann entscheidend sein. Unter Umständen ist es daher nützlich, neben geschlechterspezifischen Werbekampagnen ebenso auf eine geschlechterspezifische Point of Sale Gestaltung zu achten.

3. Zielgruppe

Ohne Zielgruppe keine Conversions. Nutzen Sie Ergebnisse einer fundierten Marktforschung, um die tatsächlichen Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe zu ermitteln und nicht an deren Bedürfnissen vorbei zu entwickeln. Hilfreich ist in diesem Zusammenhang das Erstellen von Personas.

4. Strategie

Der Grad zwischen Gender Marketing und Sexismus ist oft sehr schmal. Achten Sie daher schon bei der Strategiesetzung auf verschiedene Bedürfnislagen und meiden Sie Konzepte à la „pink it and shrink it = weiblich“.

5.  Unternehmen

Ein gelungenes Gender Marketing ist von vielen Faktoren abhängig. Um hier authentisch agieren zu können, hilft es, sich bereits im Vorfeld dem Thema zu widmen. Welche Rolle spielt das Thema Geschlechterbilder in Ihrem Unternehmen? Wieviel Raum nimmt es in Ihrer Unternehmer*innen- und Unternehmerpersönlichkeit ein?

6. Nutzungsverhalten

Berücksichtigen Sie das Mediennutzungsverhalten Ihrer Zielgruppen und Personas. Dieses kann je nach Tageszeit, Endgerät, Nutzungsdauer sowie Klickrate während der Arbeitszeit stark variieren.

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7. Ansprache

Nehmen Sie Abstand von Klischees und experimentieren Sie lieber mit Humor, Inspiration und Emotion auf der einen oder Information und Wettbewerbssituationen auf der anderen Seite, um Inhalte geschlechterspezifisch zu vermitteln.

8. Auftritt

Seien Sie sensibel. Oft sind die Grenzen zwischen Gender Marketing und "LGBT-Marketing" nicht immer eindeutig. Ohne das nötige Fingerspitzengefühl läuft man hier schnell Gefahr, sich inmitten eines Shitstorms wiederzufinden.

9. Individualität

Alle über einen Kamm scheren? Bitte nicht. Frau ist nicht gleich Frau, sowie Mann nicht gleich Mann ist. Professionelles Gender Marketing fußt auf Differenz und Individualität. Auch das macht gendersensible Kommunikation aus.

10. Gemeinsamkeiten

Wichtig: Gender Balance. Oft sind die erfolgversprechendsten Konzepte diejenigen, die versuchen, beide Geschlechter mit ins Boot zu holen. Also weniger „typisch Frau“ oder „typisch Mann“, sondern eher Produkte, die gemeinsame Bedürfnislagen beider herausstellen und umsetzen.

11. Besonderheiten

Gender Marketing bedeutet auch, sich konsequent an den geschlechterspezifischen Besonderheiten zu orientieren und das eigene Produkt in entsprechenden Produktwelten zu verorten.

12. Risiko

Trauen Sie sich etwas. Viele Unternehmen vermarkten ihre Produkte gerne an für sie typische Zielgruppen, um kein Risiko einzugehen. Dabei werden potenziell nutzbare Kundengruppen nicht selten übersehen. Sich auf neue Zielgruppen auszurichten ist zwar eine Herausforderung, kann unter Umständen jedoch ganz neue Marktnischen erschließen.

13. Mehrwert

Denken Sie neu. Viele Unternehmen begehen den Fehler, dem gleichen alten Produkt lediglich das Label "for Men" oder "for Women" aufzudrücken. Das fällt meist negativ auf und bringt keinen wirklichen Mehrwert, weder für Ihr Unternehmen noch für die neu zu erschließende Zielgruppe.

14. Persönlichkeit

Verkaufsgespräche am Point of Sale. Auch den persönlichen Kontakt gilt es im Gender Marketing nicht zu unterschätzen. Eine gute Schulung des Verkaufspersonals umfasst folglich auch eine entsprechende Aufklärung über die unterschiedlichen Kommunikationsebenen verschiedener Geschlechter. 

15. Diversität

Frauen interessieren sich für Schuhe, Männer für Autos? Die klassischen Abgrenzungen funktionieren schon lange nicht mehr. Vielmehr vermischt sich hier Diversität mit Erkenntnissen aus der Psychologie und Hirnforschung. Daher gilt: Gender Marketing bedeutet Individualmarketing.

Gender Marketing im E-Commerce?

Fazit

Passt Gender Marketing überhaupt in ein modernes Gesellschaftsbild? Verfestigt es nicht eher binäres Rollendenken und Geschlechterklischees? Nicht unbedingt. Zwar sorgt die rollentypische Kategorisierung von Mann und Frau, auf der der Gender Marketing Ansatz beruht immer wieder für Kritik, jedoch kann ein versierter Umgang mit Diversität und Individualität Teil einer effektiven Unternehmenskommunikation sein.

Gender Marketing bedarf hier vor allem einer Weiterentwicklung, die über bloße Stereotypen hinausgeht und nicht nur Unterschiede, sondern vor allem auch Gemeinsamkeiten der Geschlechtergruppen deutlicher in den Fokus stellt. Wichtig ist dabei, Gender Marketing in der eigenen Unternehmenspersönlichkeit zu verankern, damit ein authentischer Werbeauftritt gelingt. Je nach Unternehmen, Produkt oder Dienstleistung kann das jedoch ganz unterschiedlich aussehen.

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