Mit Microsoft Ads erfolgreich starten
Mit Microsoft Ads die eigene Zielgruppe erreichen
Mit Microsoft Ads Google Ads ergänzen
Seit Jahren beherrscht Google Ads den Markt des Suchmaschinenmarketings unangefochten. Zahlen von knapp 80 Prozent Marktanteil bei der Desktop-Suche sprechen für sich (Stand: Juni 2025). Doch was nicht geschlagen werden kann, könnte sich dennoch ergänzen lassen. Wer diesem Gedanken folgt, dem können sich Konstellationen eröffnen, welche den Zugriff auf neue Werbemärkte und eine Vielzahl neuer potenzieller Kund*innen eröffnet.
In diesem Beitrag stellen wir Ihnen daher zunächst die Vorzüge vor, die Ihnen das Nischensystem Microsoft Advertising von sich aus bietet, um anschließend darauf schließen zu können, welche Vorteile gegenüber, aber auch im Zusammenspiel mit Google Ads möglich sind.
Das Label des bei näherer Betrachtung durchaus schlagkräftigen "Sidekicks" verdient sich Microsoft Ads, der zweitgrößte Player in der Riege virtueller Anzeigenmärkte, zum Teil über seine Zahlen. Der Software-Gigant selbst gab Zahlen bekannt, wonach über ihr Netzwerk weltweit über 1 Milliarde Nutzer*innen erreicht werden können (Stand: Mai 2024). Somit können all jene, die auch mittel- bis langfristig auf Bing Werbung schalten wollen, mit einer verhältnismäßig stabilen Nutzerbasis rechnen.
Umsichtigkeit ist auf dem Weg zur Ausschöpfung dieses Potenzials allerdings unumgänglich. Nicht jede Kampagne findet mit ihren Ressourcen und Zielen Anschlusspunkte daran, denn das Bündnis der Search Engines Bing, Yahoo und AOL erzielt seine größte Resonanz vor allem im anglo-amerikanischen Raum. In den USA erreicht Microsoft Ads nach eigenen Angaben rund 38 Prozent Marktanteil im Bereich der Desktop-Suche. Weltweit liegt Bing zudem auf dem zweiten Platz der meistgenutzten Suchmaschinen und sichert sich knapp 12% des Marktanteils (Stand: Juni 2025). Schon nach den Zahlen kann Microsoft Ads somit eine lohnende Alternative für all jene darstellen, die auch oder vor allem international Online-Werbung schalten wollen.
Aber auch für das Kampagnenmanagement in der Heimat stellt Microsoft Ads eigene Kontrollmechanismen zur Verfügung, um bei Bedarf flexibler und weitreichender im eigenen Projekt regulierend einzugreifen. Der Google Ads hingegen beschränkt beispielsweise seine Anzeigengruppen weitestgehend auf die Einstellungen, welche bereits eine Planungsebene zuvor auf der übergeordneten Kampagnenstufe getroffen wurden.
Bei Microsoft lassen sich jedoch die Einstellungen zu Kampagnennetzwerk, Sprache, ortsgebundenen Kampagnendetails, Anzeigenzeitplänen und Anzeigenrotation direkt in den Anzeigengruppen situationsbedingt modifizieren. Die Vertriebsplanung bestimmter Produkte und Dienstleistungen kann somit gezielter vonstattengehen. Die daraus entstehenden Vorteile sind vielfältig und ermöglichen beispielsweise ein schnelleres und einfacheres Testen von Kampagnen bei flexiblen Reaktionsmöglichkeiten auf eventuelle Wertschwankungen. Insgesamt wirkt die geschaltete Kampagne dadurch aufgeräumt und übersichtlich, was unter anderem auf die geringere Anzahl von Kampagnen-Kopien zurückzuführen ist. All dies spart schlussendlich Zeit und somit Geld.
Sobald ein Wettbewerber bei Google Ads die Grenze des Suchvolumens in profitabel zu bewerbenden Bereichen mithilfe des Keyword-Planers ausgelotet hat, könnte eine simultane, auf die eigene Kampagne abgestimmte Nutzung von Microsoft Ads ein entsprechendes Wachstum bedeuten. Unterstützt wird dies zuvorderst von der Erkenntnis, dass durch Microsoft Ads auf Bing geschaltete Anzeigen je nach Branche im Durchschnitt um rund 30 Prozent niedrigere Anzeigenpreise erzielen als es auf Google Ads der Fall ist.
Allerdings sollte dabei unbedingt im Hinterkopf behalten werden, dass die dort erhobenen Daten zum Suchvolumen aufgrund des verhältnismäßig geringen Anteils von Bing am deutschen Markt nicht als absolute Werte verwendet werden können. Dies wiederum bedeutet, dass das Suchvolumen bei Microsoft Ads sehr viel geringer ist, als bei Google. Genau bedeutet das: Um für das gleiche Keyword auf einer der oberen Positionen angezeigt zu werden, liegt das empfohlene Gebot bei Google Ads um einiges höher als es bei Microsoft Ads der Fall wäre. Kleine Budgets werden dementsprechend schnell aufgebraucht. Dasselbe kleine Budget kann jedoch auf Bing und Yahoo potenziell mehr Klicks generieren.
In vielen Fällen bietet Microsofts Nischenprodukt zudem eine höhere Click-Through-Rate (CTR), weniger Kosten pro Klick (CPC) und generiert im Vergleich mit Google mehr Impressionen bei gleichem Budget. Kurz: Microsoft Ads birgt je nach Situation und Themenbereich das Potenzial, Budgets effektiver zu nutzen als es bei Google der Fall ist. Dennoch ist dabei zu bedenken, dass das Prinzip von Angebot und Nachfrage nicht ausgehebelt wird. Es ist damit zu rechnen, dass Keywords, welche schon beim Branchenprimus großes Interesse wecken, auch auf Microsoft Ads umkämpft sein werden.
Dennoch kann Microsoft Ads gerade kleinen Wettbewerbern oder Neueinsteigern im Rahmen eines Start-Ups eine Orientierungshilfe beim Einstieg in den Markt sein. Auch wenn sich die meisten davon auf lange Sicht der gewaltigen Anziehungskraft von Google Ads nicht erwehren, können sie den Sprung in den dort ungleich größeren Konkurrenzkampf um Keywords und Anzeigenrelevanz dann zumindest mit der Erkenntnis tun, das eigene Konzept im Hinblick auf seine rentable Bewerbbarkeit erprobt zu haben.
Zu der Frage, ob und wie sich die Benutzer*innen von Google und Microsoft Ads in Aspekten wie Demografie oder Kaufkraft unterscheiden gibt es verschiedene Erkenntnisse. Jedoch erweckt die oder der klassische Bing-Besucher*in den Eindruck, potentiell "businesslastiger" zu sein. Tendenziell sind Bing Nutzer*innen nämliche eher über 35 Jahre alt und haben in vielen Fällen einen Hochschulabschluss und ein höheres Gehalt. In Schlussfolgerung bedeutet dies, dass die Nutzergruppe daher tendenziell zahlungskräftiger ist. Sie sind insgesamt markentreuer und suchen mit Bing oft nach hochwertigen (und damit nicht selten hochpreisigen) Produkten.
Mit Blick auf konkrete Zielgruppen ist vor allem der Bereich B2B von Interesse. Das liegt daran, dass Windows vor allem in großen Unternehmen das standardmäßige Betriebssystem ist. Und weil Bing in Windows 10 die Standard-Suchmaschine ist, sind hier auch die potenziellen Kund*innen zu finden, die Bing nutzen "müssen".
An dieser Stelle ein Tipp: Bei Analytics lässt sich der gesamte Traffic über Bing nachverfolgen. Anhand dieser Zahlen kann man hinterher abwägen, für welche Zielgruppen Bing Werbung relevant sein kann. So können bei ausreichendem Traffic von der Suchmaschine auf die jeweilige Internetseite theoretisch auch B2C-Strategien einen Schub erhalten.
Allgemein bietet Microsoft Ads viele gezielte Targetingeinstellungen, die Ihre Werbekampagne auf Ihre Zielgruppe optimieren. Neben Einstellungen zu Geschlecht und Alter können auch die bevorzugten Wochentage für die Anzeigeschaltung sowie die targetierte geographische Region ausgewählt werden. Zudem erlaubt Microsoft die Anzeige nur für bestimmte Gerätetypen auszuspielen. Mithilfe dieser Einstellungen ist man in der Lage, Werbeanzeigen deutlich besser auf die entsprechenden Nutzungsgewohnheiten anzupassen und somit genauer zu platzieren.
Prinzipiell funktioniert Microsoft Ads genauso wie Google Ads. Wenn Nutzer*innen auf den Suchmaschinen von Bing, Yahoo oder auch AOL nach einem Produkt oder einer Dienstleistung suchen, können auch dort Werbeanzeigen geschaltet werden. Aufgrund der erdrückenden Marktdominanz von Google Ads ist eine simultane Nutzung von Microsoft Ads auf Bing nicht für jede Kampagne attraktiv. Meist ist dies der Fall, sobald beim Marktführer die Grenze des Suchvolumens in profitabel zu bewerbenden Bereichen vollständig ausgelotet wurde. Dann allerdings kann der Konkurrent aus dem Hause Microsoft aufgrund der im Schnitt um 30% niedrigeren Anzeigenpreise, sowie einer oft höheren Click-Through-Rate, mehr Impressionen und einem besseren Preisdurchschnitt pro Klick (CPC) bei gleichem Budget für ein zusätzliches Kampagnenwachstum sorgen.
Zudem bietet Microsoft Ads gerade für Neueinsteiger*innen die Chance, ein Gefühl für den Aufbau einer Kampagne und den Ablauf von Keyword-Auktionen bei einer verhältnismäßig stabilen und zahlenmäßig ungeahnt großen Anzahl potenzieller Kund*innen zu entwickeln.
Doch auch für etablierte Player im Online Marketing bietet sich hier die Chance, Kampagnen mit relativ überschaubarem Risiko zu testen, bevor sie bei Google Ads ins Rennen geschickt werden. Und auch wenn bereits bestehende Google Ads Kampagnen in Microsoft Ads importiert werden und für Microsoft Ads optimiert und weiterverwendet werden. Aufgrund der konstant hohen Marktanteile von 20-33% bei Desktop-Onlinesuchen im anglo-amerikanischen Raum, tun sich bei Microsoft Ads vor allem auf internationalem Parkett beachtliche Marktpotenziale auf.
Wir sehen: Wachstumspotenziale sind nicht immer offensichtlich. Ihre Nutzung setzen Umsichtigkeit und ein Gefühl für die richtige Situation zur richtigen Zeit am richtigen Ort voraus. Doch das Verhältnis Microsoft Ads vs Google Ads zeigt: Dominanz bedeutet nicht Vollkommenheit. Was nicht geschlagen werden kann, kann gegebenenfalls ergänzt werden. Und manchmal braucht es dafür nicht mehr, als einen zwar bedeutend kleineren, dafür aber stabilen und zuverlässigen "Sidekick".