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OpenDXP statt Pimcore?

Die Open-Source Alternative

OpenDXP: Die offene Zukunft nach Pimcores Kurswechsel

Als im Jahr 2025 bekannt wurde, dass Pimcore von seiner bisherigen Open-Source-Lizenz zu einem Open-Core-Modell übergeht, war die Reaktion in der Community gemischt. Viele Nutzer und Entwickler, die auf die vollständige Offenheit und Freiheit der ursprünglichen Pimcore-Version gesetzt hatten, sahen ihre Prinzipien gefährdet. Sie hatten sich auf den Claim von Pimcore "Free forever and fully Open Source since 2010" verlassen.

Zudem fand eine Verlagerung von wichtigen Funktionen wie Web2Print und Personalisierung aus der Community und Professional Edition in die Enterprise-Edition statt. Doch es dauerte nicht lange, bis eine neue Bewegung entstand: OpenDXP.

Pimcore oder OpenDXP?

Wer aktuell Pimcore 11 einsetzt muss sich zeitnah entscheiden - je nach aktueller Lizenz erhält Pimcore 11 schon im Jahr 2026 keine Sicherheitsupdates mehr. Es stellt sich also die Frage: Pimcore 12 oder OpenDXP?

Wer Pimcore 12 nicht kostenlos einsetzen kann - also nicht unter Sonderbedinungen für Behörden, Non-Profit-Organisationen oder kleine Unternehmen (unter 5 Millionen Jahresumsatz) fällt, muss eine kostenpflichtige Lizenz erwerben. Wenn Features wie Web2Print oder der Datahub benötigt werden, wird sogar direkt die Enterprise-Lizenz fällig. OpenDXP ist dagegen kostenlos.

Dazu kommen die Kosten für den Umstieg auf das Major Update Pimcore 12. Diese können etwas höher ausfallen, da nicht nur Anpassungen für das neue Admin-Interface gemacht werden müssen, sondern auch im Projekt vorhandene Erweiterungen, die auf einer inkompatiblen Lizenz wie GPL basieren, komplett ersetzt werden müssen.

Der Umstieg auf OpenDXP ist dagegen weniger kostenintensiv - technisch ist es "baugleich" mit Pimcore 11 und die populärsten Erweiterungen für Pimcore sind auch bereits für OpenDXP portiert. Ein Umstieg von Pimcore 11 auf OpenDXP 1 ist also verhältnismäßig einfach realisierbar.

Die Vorteile von OpenDXP gegenüber Pimcore sind natürlich neben den Kosten zunächst die Open-Source-Lizenz und die gewohnte Umgebung. Wer das neue Administrations-Interface von Pimcore nicht benötigt, wird beim Umstieg auf OpenDXP nichts vermissen, da die Funktionalität abgesehen davon deckungsgleich ist.

Sowohl beim Update auf Pimcore 12 als auch beim Umstieg auf OpenDXP bleiben die Daten in Pimcore übrigens komplett erhalten - es muss nichts neu eingepflegt werden und es gehen keine Datenobjekte verloren. Ein großer Vorteil gegenüber dem Wechsel auf andere Systeme wie Wordpress oder Sulu.

Das größte Risiko ist aktuell die Entwicklungsgeschwindigkeit bei OpenDXP. Da es sich um einen neuen Fork handelt, kann aktuell natürlich niemand sagen, wie populär diese Abspaltung wird. Forks wie Nextcloud sind heute viel verbreiteter als das OwnCloud Original, ob das auch bei OpenDXP der Fall sein wird, muss abgewartet werden. Allerdings ist hier bereits viel Entwicklungsarbeit geleistet worden - OpenDXP ist beispielsweise bereits mit der neuen Symfony Version 7.4 kompatibel. Pimcore 11 nutzt dagegen noch Version 6. Für die Zukunft ist OpenDXP also bereits gut aufgestellt.

Warum der Fork notwendig wurde

Mit Pimcores Wechsel zum Open-Core-Modell wurden zentrale Funktionen, die bisher allen Nutzern offenstanden, in eine kostenpflichtige Lizenz verschoben. Für viele Unternehmen, Agenturen und Entwicklerteams bedeutete das:

  • Eingeschränkte Nutzungsmöglichkeiten bei Updates und Erweiterungen

  • Potenzielle Vendor-Lock-ins

  • Geringere Planungssicherheit im langfristigen Einsatz

  • Keine Möglichkeit, Pimcore mit GPL-Software zusammen einzusetzen

OpenDXP stellt hingegen sicher, dass die Basisplattform frei bleibt und unabhängig von kommerziellen Interessen fortentwickelt wird.

Die Vision hinter OpenDXP

OpenDXP sieht sich nicht als Konkurrenzprodukt, sondern als Fortsetzung des Open-Source-Gedankens innerhalb des Digital-Experience-Universums. Ziel ist es, Innovation und Freiheit in der Softwareentwicklung zu bewahren, während dennoch eine gesunde Zusammenarbeit mit der Wirtschaft gefördert wird.

Die Vision:

  • Weiterentwicklung des Codes unter GPL

  • Förderung einer aktiven Entwickler-Community

  • Sicherstellung langfristiger technologischer Nachhaltigkeit

Digiale Prozesslösungen mit PIMCORE von der PRinguin Digitalagentur aus Bamberg

Fazit

OpenDXP steht sinnbildlich für die Stärke der Open-Source-Bewegung: Wenn sich Rahmenbedingungen ändern, findet die Community Wege, ihre Werte zu bewahren. Für Unternehmen, die auf Offenheit und Unabhängigkeit setzen, könnte OpenDXP die naheliegende Alternative zu Pimcore werden - mit der gleichen Leistungsfähigkeit, aber einem anderen philosophischen Fundament.

Bei der PRinguin Digitalagentur glauben wir an die Stärke der Community und tragen den Open-Source-Gedanken seit unserer Gründung mit uns. Er begleitet unsere Projekte und wir beteiligen uns gerne an der Entwicklung von Open-Source Software wie Shopware oder Matomo. Und auch wenn Pimcore weiterhin eine starke Lösung ist, werden wir zusätzlich auf OpenDXP setzen und auch unsere eigenen Plattformen zu OpenDXP migrieren.

Unser Datenschutz-Bundle ist konsequenterweise bereits für OpenDXP 1 erschienen und auch erste Kunden haben sich bereits zur Migration auf OpenDXP entschieden.